Beiträge zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie

hg. von Dr. Anton Holzer

Datenbank Hessischer Fotografen. Ein Projekt des Arbeitskreises Fotografie im Hessischen Museumsverband

Veröffentlichungsform: im Internet – Bearbeiter: Dr. Petra Rau, DGPH und Dr. Calin Mihai – Zeitraum: März 2004-August 2008 – Art der Finanzierung: durch Spenden, Hessische Kulturstiftung, Sparkassen Kulturstiftung und hessische Sparkassen, Städte und Landkreise, private Geldgeber – Kontaktadresse: akfoto(at)web.de

Erschienen in: Fotogeschichte 106, 2007

Die Datenbank will die in Hessen zwischen 1839 und 1918 tätigen Fotografen mit ihren Geschäftsadressen und Lebensdaten erfassen. Am Ende des Forschungsprojekts soll die Datenbank – wie ein traditionelles Lexikon – Auskunft über Fotografenviten, Ateliers und Fotografennachlässe geben.

Ausgangspunkt für die Arbeit war 2003 eine Ausstellung in Frankfurt, die Arbeiten der Fotopioniere zwischen Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Frankfurt, Offenbach, Hanau und Aschaffenburg versammelte. Anlässlich dieser Schau wurde deutlich, wie viele Fotografen in der Region zu finden waren und wie wenig man über sie wusste.

Die Arbeit von Timm Starl wurde in formaler Hinsicht zum Vorbild genommen. Er hatte 1995 mit der Datenbank "Biobibliografie zur Fotografie in Österreich 1839 bis 1945" begonnen. Die Wahl der Software fiel in Hessen auf MS Access, weil es im Zusammenhang mit dem MS-Office-Paket weit verbreitet und in vielen Museen vorhanden ist.

Im Zuge des Forschungsprojektes werden alle Fotografen in die Datenbank aufgenommen, die in Hessen zwischen 1839 und 1918 tätig waren. Dazu werden zunächst die Adressbücher ausgewertet, um Namen und Zeitraum der Tätigkeit zu sichern. Darüber hinaus ist eine Durchsicht der fotografischen und heimatkundlichen Literatur notwendig, um Hinweise und Anregungen für eine tiefer gehende Recherche zu liefern. In die Datenbank sollen neben Namen, Adressen und Zeit der Tätigkeit Hinweise auf Erwähnungen in Zeitschriften, Büchern, Periodika etc. einfließen. Soweit ein größerer Bestand an Bildern eines Fotografen oder eines Ateliers bekannt ist, wird auch dieser aufgenommen. Eventuell werden auch sozialgeschichtliche, volkskundliche oder kulturhistorische Aspekte bei der weiteren Arbeit eine Rolle spielen.

Am leichtesten lassen sich Fotografennamen durch die Gewerbeanzeigen in den Adressbüchern ermitteln, jedoch sind diese meist nur in den Großstädten erschienen. In den kleineren Städten und Gemeinden muss man in den alten Zeitungen nach Werbeanzeigen forschen. Die Arbeit umfasst auch die Durchsicht der Sterbe-, Zuzugs-, Wegzugregister, sowie von Foto- und Postkartensammlungen. Die gesammelten Daten werden dann nach Möglichkeit ergänzt, indem man Lebensdaten in den Standesämtern ermittelt, in öffentlichen oder privaten Sammlungen nach Fotografien sucht, um damit das Leben und den Werdegang des Fotografen zu vervollständigen.

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