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Paris, Rue François Miron. Foto: André Cayeux, 18. November 1941 [Pavillon de l’Arsenal, Paris].

 

Heft 131 | Jg. 34 | Frühjahr 2014           Facebook

 

Cécile Cuny, Alexa Färber, Ulrich Hägele (Hg.)

Fotografie und städtischer Wandel


ZUM HEFT

Gegenwart und Vergangenheit, Präsenz und Verschwinden – dieses Spannungsfeld charakterisiert nicht nur die Fotografie, sondern auch die Stadt. Im städtischen Wandel wird diese Eigenlogik der Fotografie thematisch fassbar.

An der Schwelle zum 20. Jahrhundert sollten Fotografien etwa eine im Verschwinden begriffene Form von Urbanität festhalten, um „Alarm zu schlagen“. Bürgerliche Kräfte wurden mittels der Bilder für den Erhalt einer bestimmten Form der Metropole mobilisiert, nämlich das vermeintlich idyllisch gewachsene, mittelalterlich geprägte Stadtgefüge aus engen Gassen und Mauern.

In anderen Fällen beschränkte sich die fotografische Praxis im Kontext Stadt allein auf das Dokumentieren des Verschwindens. Geordnet und archiviert waren die Bilder dann später auch für die Stadtplanung dienlich. Im zeitlichen Abstand lassen sie sich diese historischen Dokumente neu interpretieren.

Die Autorinnen und Autoren dieses Themenheftes untersuchen anhand konkreter Beispiele die Wechselwirkungen zwischen Fotografie und städtischer Veränderung. Sie fragen auch danach, welche Rolle die Fotografie in der gegenwärtigen Stadtforschung einnehmen kann.

BEITRÄGE

Katharina Steiner: Stadtfotografie als historische Quelle. Wilhelm Giesbrechts Neapel-Erkundungen mit der Kamera.

Isabelle Backouche: Beschleunigte Planung. Stadtsanierung im Spiegel der Fotografie, Paris 1941–1980.

Margareth Otti: Vom Schutt zum Schatz. Architekturfotografie im Dienst urbaner Umdeutung am Beispiel von Louis H. Sullivan und Richard Nickel.

Jordi Ballesta: Auf der Suche nach der Vergangenheit. Fotografien, mündliche Aussagen und Orientierungsverlust in der „Altstadt“ von Ierapetra.

Sophie Feyder: Performing black urban history. Die Ngilima-Foto-Sammlung und die Vermittlung von Erinnerung in Südafrika nach der Apartheid.

Lydie Launay, Héloïse Nez: Gentrifizierung sehen. Die Ästhetisierung von Arbeitervierteln in Paris und London. Stadtforschung mit den Mitteln der Fotografie.

Zuletzt erschienen:

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Fotografie und städtischer Wandel

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vergriffen

REZENSIONEN

Anton Holzer: Irme Schaber: Gerda Taro. Fotoreporterin. Mit Robert Capa im Spanischen Bürgerkrieg. Die Biografie, Marburg: Jonas Verlag, 2013 (Zur Rezension).

Christoph Moderegger: Becky E. Conekin: Lee Miller. Fotografin, Muse, Model, Zürich: Scheidegger & Spiess, 2013 (Zur Rezension).

Joachim Sieber: Wolfgang Hesse: Körper und Zeichen. Arbeiterfotografien aus Dohna, Heidenau und Johanngeorgenstadt 1932/33. Bausteine aus dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde 24, Dresden: Thelem, 2013 (Zur Rezension).

Patrick Rössler: Annelie Ramsbrock, Annette Vowinckel, Malte Zierenberg (Hg.): Fotografien im 20. Jahrhundert. Verbreitung und Vermittlung, Göttingen: Wallstein, 2013 (Zur Rezension).

Ulrike Matzer: Dietmar Schwärzler (Hg.): Friedl Kubelka vom Gröller – Photography & Film. Zürich: JRP|Ringier (Christoph Keller Editions), 2013 (Zur Rezension).

FORSCHUNG

Irene von Götz, Christoph Kreutzmüller: Spiegel des frühen NS-Terrors. Zwei Foto-Ikonen und ihre Geschichte (Zum Bericht).

Olli Kleemola: ”vertierte Typen und hinterhältige Heckenschützen”. Das Feindbild an der Ostfront anhand von deutschen und finnischen Fotobeständen aus dem Zweiten Weltkrieg (Zum Bericht).

Marion Krammer, Margarethe Szeless: „Krieg der Bilder“. Pressefotografie in Österreich 1945–1955 (Zum Bericht).