ZUM HEFTSieht man in ein helles Licht und (Wilhelm Ostwald, Farbkunde, Leipzig 1923). "Nachbilder" – der der Wahrnehmungsphysiologie entlehnte Titel für dieses Themenheft spielt auf Verlusterfahrungen und symbolische, auch kritische Rekonstruktion an: Gut fünfzehn Jahre nach dem Ende der DDR ist das Erbe dieser Gesellschaft nach wie vor gegenwärtig: in den Aufgaben des "Aufbaus Ost", in den sozialen Verwerfungen, in den Erinnerungen und den Polemiken, den privaten wie den öffentlichen Sammlungen. Die Beiträge dieses Themenheftes untersuchen die unterschiedlichen Traditionen der Fotografie in der DDR. Sie fragen aber auch danach, wie die Bilderpolitik dieser untergegangenen politischen Epoche bis heute nachwirkt. |
BEITRÄGEPaul Kaiser: Arbeiterlob im Kunstkombinat. Zum Wandel eines Bildprogramms in Malerei und Fotografie Katharina Röhl: Gesicht – Geschichte – Gegenwart. Das Porträtwerk August Sanders als Impuls für die ostdeutsche Fotografie Inka Schube: Im Auftrag des Staates. Die Gesellschaft für Fotografie im Kulturbund der DDR. Ein potent-impotentes Allmachtssystem der 1980er Jahre Jane Schuch: Bilder der Freundschaft. Die öffentlichen Bilderwelten der "Schule der Freundschaft" in Staßfurt Rolf Sachsse: Kodak reitet nach Osten. Zur Rezeption der DDR-Fotografie im Westen um 1980 Miriam Paeslack: Dis-United. Urbane Fotografie im Nachwendedeutschland |
REZENSIONENStefanie Diekmann: Torsten Scheid: Fotografie als Metapher. Zur Konzeption des Fotografischen im Film, Hildesheim 2005. ForschungIngrid Hölzl: Der autoporträtistische Pakt – Zur Theorie des fotografischen Selbstporträts am Beispiel von Samuel Fosso [Zum Bericht] |